Wort des Bischofs

Happy Birthday, Kirche!

Hungersnot im Jemen

Bitte, nicht wegschauen

Benjamin marx lyskirchen krippe jemen
Ein Helfer "misst" die Arme eines Kindes im Jemen um den Grad der Unterernährung festzustellen ...

Köln, am

heutiger Tag

Für die verfolgten Christen

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Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Gebet der Vereinten Nationen

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

Karsamstag - Grabesruhe 2020

Jesus ist wirklich gestorben. Er ist in die tiefste menschliche Not hineingegangen und „hinabgestiegen in das Reich des Todes“. Er hat unserem Tod die Bitterkeit genommen.  Wir wissen, unsere Gemeinschaft mit Christus überdauert den Tod. Christus ist unser Leben und unsere Auferstehung. Das muss in unserem gegenwärtigen Leben sichtbar werden: in der Freude, die aus der Hoffnung und aus der Liebe geboren wird. Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden, Und niemand kennt den Sohn, nur der Vater. – Und niemand kennt den Vater, nur der Sohn, – und der, dem es der Sohn offenbaren will. Deshalb liebt mich der Vater, – weil ich mein Leben hingebe, – um es wieder zu empfangen. –

 

(Mt 11, 27; Joh 10, 17)

Grablegung in Lyskirchen (Foto: Anna C. Wagner)
Grablegung in Lyskirchen (Foto: Anna C. Wagner)

Karfreitag 2020

Kreuzverehrung an Karfreitag in Sankt Maria in Lyskirchen (Foto: Anna C. Wagner)
Kreuzverehrung an Karfreitag in Sankt Maria in Lyskirchen (Foto: Anna C. Wagner)

Gepriesen ER, der EWIGE

Jetzt, in unserem Ausnahmezustand, sind manche richtig angerührt von den Klageworten der Psalmen, von den alten Liedern, aus denen die Not der eigenen Lebenssituation zu Gott schreit. Die meisten von uns schreien noch nicht zu Gott. Sie schreien auch nicht, weil ihre eigene Angst, ihr eigenes Leiden manchmal so kleinlich erscheinen mag vor den Leiden, die die Welt, die Menschen einander zumuten. Wir sehen die Bilder in den Flüchtlingslagern. Wir sehen Bilder aus Kriegs- und Hunger- und Gewaltorten dieser Welt. Wie kleingläubig mag uns unsere eigene Angst vor Corona scheinen, unser Hinfiebern auf die Öffnung unseres freien Lebensraumes, von dem wir glauben, dass er uns zusteht?

 

Heute stehen wir vor dem Kreuz dessen, der der vollkommene Mensch nach dem Abbild Gottes war. Wir stehen vor dem Kreuz des Jesus, der Gott so nahe ist wie ein einziggeliebter Sohn. Wie hat er das menschlich durchgetragen? Wir wissen es nicht. Vielleicht waren ihm Worte aus dem Gebetsschatz seiner Glaubensgemeinschaft nahe – Worte aus dem 22. Psalm: ‚Dir haben unsere Väter vertraut, sie haben vertraut, und du hast sie gerettet.‘ Und: ‚Ich bin hingeschüttet wie Wasser, gelöst haben sich alle meine Glieder. Mein Herz ist in meinem Leib wie Wachse zerflossen.‘ Und: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?‘

 

Schweigen ist angezeigt. Wer hätte Gott begriffen, wenn wir nach dem Warum des Leidens fragen? Wer wüsste die Antwort, wozu es gut sein wird könnte? , das Leiden?

 

Heute schauen wir auf das Kreuz und das Grab. Wir müssen nichts verstehen. Wir müssen uns nicht beruhigen mit dem Wissen um das kommende Ostern. Jetzt ist erst einmal angesagt zu schweigen vor der Wirklichkeit, die das Vertrauen auf Gott auf die Probe stellen kann.

 

Wenn wir es denn aushalten, dass wir es auch nicht wissen,
warum und wozu das alles...

Harren auf den EWIGEN.

Schweigend? Klagend? Suchend? Aushaltend?

Vielleicht können wir es aus Entfernung hören:

Gepriesen ER, der EWIGE.

 

Ohne auch das verstehen zu müssen, heute und jetzt,
am Karfreitag dieses Jahres.

 

Ihr Matthias Schnegg

  

Karfreitag in Sankt Maria Lyskirchen (Foto: Anna C. Wagner)
Karfreitag in Sankt Maria Lyskirchen (Foto: Anna C. Wagner)

Die Feier vom Leiden und Sterben Christi

„Durch das heilige Ostergeschehen hat Christus der Herr die Menschen erlöst und Gott auf vollkommene Weise geehrt. Er hat durch seinen Tod unseren Tod überwunden, durch seine Auferstehung hat er das Leben neu geschaffen. Die drei Tage des Leidens und der Auferstehung des Herrn sind deshalb der Höhepunkt des ganzen Kirchenjahrs.“ (Missale Romanum)


Gründonnerstag 2020

Die Feier des Paschamahles

Gründonnerstag, wie er dieses Jahr nicht in Sankt Maria Lyskirchen ist ... (Foto: Anna C. Wagner)
Gründonnerstag, wie er dieses Jahr nicht in Sankt Maria Lyskirchen ist ... (Foto: Anna C. Wagner)

Lesung aus dem Buch Éxodus.

 

In jenen Tagen sprach der Herr zu Mose und Aaron im Land Ägypten: Dieser Monat soll die Reihe eurer Monate eröffnen, er soll euch als der Erste unter den Monaten des Jahres gelten. Sagt der ganzen Gemeinde Israel: Am Zehnten dieses Monats soll jeder ein Lamm für seine Familie holen, ein Lamm für jedes Haus. Ist die Hausgemeinschaft für ein Lamm zu klein, so nehme er es zusammen mit dem Nachbarn, der seinem Haus am nächsten wohnt, nach der Anzahl der Personen. Bei der Aufteilung des Lammes müsst ihr berücksichtigen, wie viel der Einzelne essen kann. Nur ein fehlerfreies, männliches, einjähriges Lamm darf es sein, das Junge eines Schafes oder einer Ziege müsst ihr nehmen. Ihr sollt es bis zum vierzehnten Tag dieses Monats aufbewahren. In der Abenddämmerung soll die ganze versammelte Gemeinde Israel es schlachten. Man nehme etwas von dem Blut und bestreiche damit die beiden Türpfosten und den Türsturz an den Häusern, in denen man es essen will. Noch in der gleichen Nacht soll man das Fleisch essen. Über dem Feuer gebraten und zusammen mit ungesäuertem Brot und Bitterkräutern soll man es essen. So aber sollt ihr es essen: eure Hüften gegürtet, Schuhe an euren Füßen und euren Stab in eurer Hand. Esst es hastig! Es ist ein Pessach für den Herrn – das heißt: der Vorübergang des Herrn. In dieser Nacht gehe ich durch das Land Ägypten und erschlage im Land Ägypten jede Erstgeburt bei Mensch und Vieh. Über alle Götter Ägyptens halte ich Gericht, ich, der Herr. Das Blut an den Häusern, in denen ihr wohnt, soll für euch ein Zeichen sein. Wenn ich das Blut sehe, werde ich an euch vorübergehen und das vernichtende Unheil wird euch nicht treffen, wenn ich das Land Ägypten schlage. Diesen Tag sollt ihr als Gedenktag begehen. Feiert ihn als Fest für den Herrn! Für eure kommenden Generationen wird es eine ewige Satzung sein, das Fest zu feiern!

Ex 12,1–8.11–14

Sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt,
verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt

 

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korínth.

 

Schwestern und Brüder! Ich habe vom Herrn empfangen, was ich euch dann überliefert habe: Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis! Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sagte: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut. Tut dies, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis! Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.

1 Kor 11, 23–26

Er liebte sie bis zur Vollendung

 

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.

 

Es war vor dem Paschafest Jesus wusste, dass seine Stunde gekommen war, um aus dieser Welt zum Vater hinüberzugehen. Da er die Seinen liebte, die in der Welt waren, liebte er sie bis zur Vollendung. Es fand ein Mahl statt und der Teufel hatte Judas, dem Sohn des Simon Iskáriot, schon ins Herz gegeben, ihn auszuliefern. Jesus, der wusste, dass ihm der Vater alles in die Hand gegeben hatte und dass er von Gott gekommen war und zu Gott zurückkehrte, stand vom Mahl auf, legte sein Gewand ab und umgürtete sich mit einem Leinentuch. Dann goss er Wasser in eine Schüssel und begann, den Jüngern die Füße zu waschen und mit dem Leinentuch abzutrocknen, mit dem er umgürtet war. Als er zu Simon Petrus kam, sagte dieser zu ihm: Du, Herr, willst mir die Füße waschen? Jesus sagte zu ihm: Was ich tue, verstehst du jetzt noch nicht; doch später wirst du es begreifen. Petrus entgegnete ihm: Niemals sollst du mir die Füße waschen! Jesus erwiderte ihm: Wenn ich dich nicht wasche, hast du keinen Anteil an mir. Da sagte Simon Petrus zu ihm: Herr, dann nicht nur meine Füße, sondern auch die Hände und das Haupt. Jesus sagte zu ihm: Wer vom Bad kommt, ist ganz rein und braucht sich nur noch die Füße zu waschen. Auch ihr seid rein, aber nicht alle. Er wusste nämlich, wer ihn ausliefern würde; darum sagte er: Ihr seid nicht alle rein. Als er ihnen die Füße gewaschen, sein Gewand wieder angelegt und Platz genommen hatte, sagte er zu ihnen: Begreift ihr, was ich an euch getan habe? Ihr sagt zu mir Meister und Herr und ihr nennt mich mit Recht so; denn ich bin es. Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, dann müsst auch ihr einander die Füße waschen. Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe.

Joh 13, 1–15

"Wachet mit mir ..."

Gründonnerstag "Wachet mit mir ..." in Lyskirchen (Foto: Anna C. Wagner)
Gründonnerstag "Wachet mit mir ..." in Lyskirchen (Foto: Anna C. Wagner)
Palmsonntag 2020 in Lyskirchen (Foto: Anna C. Wagner)
Palmsonntag 2020 in Lyskirchen (Foto: Anna C. Wagner)

Mein Gesicht verbarg ich nicht vor Schmähungen,
doch ich weiß, dass ich nicht in Schande gerate

 

Lesung aus dem Buch Jesaja

 

Gott, der Herr, gab mir die Zunge eines Jüngers, damit ich verstehe, die Müden zu stärken durch ein aufmunterndes Wort. Jeden Morgen weckt er mein Ohr, damit ich auf ihn höre wie ein Jünger. Gott, der Herr, hat mir das Ohr geöffnet. Ich aber wehrte mich nicht und wich nicht zurück. Ich hielt meinen Rücken denen hin, die mich schlugen, und denen, die mir den Bart ausrissen, meine Wangen. Mein Gesicht verbarg ich nicht vor Schmähungen und Speichel. Doch Gott, der Herr, wird mir helfen; darum werde ich nicht in Schande enden. Deshalb mache ich mein Gesicht hart wie einen Kiesel; ich weiß, dass ich nicht in Schande gerate.

Jes 50, 4-7

Christus Jesus erniedrigte sich;
darum hat ihn Gott über alle erhöht

 

Lesung aus dem Brief an die Philipper

 

Christus Jesus war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein, 7sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. Sein Leben war das eines Menschen; er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz. Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen, damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu und jeder Mund bekennt: „Jesus Christus ist der Herr“ - zur Ehre Gottes, des Vaters.

Phil 2, 6-11

+ Aus dem heiligen

 

Evangelium nach
Matthäus

Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn

Als sich Jesus mit seinen Begleitern Jerusalem näherte und nach Betfage am Ölberg kam, schickte er zwei Jünger voraus und sagte zu ihnen: Geht in das Dorf, das vor euch liegt; dort werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Fohlen bei ihr. Bindet sie los, und bringt sie zu mir! Und wenn euch jemand zur Rede stellt, dann sagt: Der Herr braucht sie, er lässt sie aber bald zurückbringen. Das ist geschehen, damit sich erfüllte, was durch den Propheten gesagt worden ist: Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir. Er ist friedfertig, und er reitet auf einer Eselin und auf einem Fohlen, dem Jungen eines Lasttiers. Die Jünger gingen und taten, was Jesus ihnen aufgetragen hatte. Sie brachten die Eselin und das Fohlen, legten ihre Kleider auf sie, und er setzte sich darauf. Viele Menschen breiteten ihre Kleider auf der Straße aus, andere schnitten Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg. Die Leute aber, die vor ihm hergingen und die ihm folgten, riefen: Hosanna dem Sohn Davids! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe! Als er in Jerusalem einzog, geriet die ganze Stadt in Aufregung, und man fragte: Wer ist das? Die Leute sagten: Das ist der Prophet Jesus von Nazaret in Galiläa.

Mt 21, 1-11

Von Ostern her

Wenn denn die Zeiten normal wären, stünden an dieser Stelle Gedanken zu den zu erwartenden großen Feiern unseres Glaubens. Vielen von uns wird die Leerstelle gerade in dieser Hoch-Woche von Palmsonntag bis zur befreienden Osternacht ein wirklich erlebter, schmerzlicher Verlust sein. Wie soll das gehen – ohne diese Vergewisserung des Zentrums unseres Glaubens? Was sonst irgendwie auch zu einer selbstverständlichen Gewohnheit, ja Verfügbarkeit geworden war, entzieht sich unserer Bedienbarkeit. Ich wage diese so nüchternen, einem heiligen Geschehen eigentlich ja gar nicht angemessenen Worte zu gebrauchen. Gerade im Entzug der Verfügbarkeit wird die besondere Kostbarkeit vielleicht sichtbarer.

 

Ich vermute einmal, dass Gott unsere Gottesdienste nicht braucht. Wir sind es, die auf den Dienst Gottes an uns mit unseren Gottesdiensten antworten, antworten dürfen. Das geschieht in rituell verbindenden Formen. Diese wiederum dienen uns, dass wir unsere Existenz vor Gott ausbreiten und uns darin mit ihm verbunden wissen dürfen. Nirgends wird diese existentielle Verflechtung unseres Lebens und unseres Gottesdienstes so sichtbar wie in der Kar- und Osterfeier. Darum ist es so angemessen, geradezu notwendig, dass uns in diesem Jahr von Herzen etwas fehlt. Das, was fehlt, lässt sich meines Erachtens auch nur sehr begrenzt durch digitales Mitfeiern von Gottesdiensten ersetzen. Gerade das physisch Erlebbare kann die Gewissheit zum Ausdruck bringen, dass wir in einer Menschseins-Gemeinschaft sind. Wir sind Menschen mit all dem, was zum Wesen Mensch dazugehört. Diese feiernde Gemeinschaft deutet ihr Leben im Spiegel der Verheißung Gottes, im Spiegel des Menschensohnes und Messias Jesus. All das spielt sie gemeinschaftlich aus in der Feier der Liturgie dieser Hohen Tage. Und die Zelebrantin ist die versammelte Gemeinde.

 

Wie im Zusammenhang des Umgangs mit der Corona-Krise oftmals betont, sind wir Menschen verschieden und brauchen unterschiedliche Umgehensweisen mit der Krise. Daher ist es ein Glück, dass es eine große Breite der Angebote gibt – von medial mitgefeierten Gottesdiensten bis zum bewussten Verzicht auf die übliche Form der Feiern. Es gibt hier kein Richtig oder Falsch oder: Nur so und nicht anders. Wir werden es ganz persönlich entscheiden, wie wir diese großen Tage unseres Glaubens leben wollen.

 

Wir werden auch in unseren Gemeinden diese Durststrecke – so Gott will – heil durchstehen –  anders als sonst. Und anders heißt vermutlich nicht nur schlechter, aber eben anders. Ich bin überzeugt, dass wir nicht ohne Begleitung des Geistes durch diese Tage geschickt werden. Wir werden aller Voraussicht nach nur relativ begrenzte Zeit auf den Gottesdienst-Kult verzichten müssen. Wir sind aber nicht gänzlich ohne Möglichkeit der bewussten Gottesverbindung über diese Tage hin. Wie es uns ergangen sein wird, das werden wir nach Ostern einander mitteilen können.

 

Zu Beginn der Fastenzeit hat uns am Aschermittwoch der Gedanke begleitet: Wir gehen durch diese Zeit auf Ostern zu. Wir gehen aber aus der Gewissheit des Ostern durch diese Zeit. Wir gehen und denken und empfinden von Ostern her. Die Fastenzeit ist keine Zeit, die so tut, als gäbe es das Ostern noch nicht. Von Ostern her den Weg auf Ostern zugehen, das ist eine eigene Hoffnungskraft, die alles durchwirken will: unsere Vorsätze, unsere Begrenzungen, unser Versagen, unsere Schuld, unsere Bemühungen, unsere Fähigkeiten ... unsere Liebe. Die Fastenzeit war nicht als Zeit der Zerknirschung angelegt, sondern als Zeit der Gnade, der Wiederverbindung, als Zeit der Ermutigung, die Liebe zu leben. Geläuterten Herzens auf Ostern zuzugehen ist nicht als moralischer Aufruf gedacht, sondern als das Geschenk, im eigenen Leben mehr von der Lebenskraft Gottes, von Ostern her, erfahren zu haben.

 

Und nun unsere Karwoche und die Osterfeier. Sie sind keine Einladung eines historischen Nachspiels der biblischen Geschichten. In den einzelnen Tagen bündelt sich so vieles, was uns Menschsein ausmacht. In unserem Glauben ist Jesus der Mensch ganz und gar nach dem Bilde Gottes, der ‚Sohn Gottes‘. Sein Menschsein unter uns ist das absolute Geschenk der Offenbarung des unsichtbaren Gottes. Wenn wir auf diesen Menschensohn und Gottessohn schauen, dann kann uns tief berühren, wie sein Lebensschicksal unser Lebensschicksal mit aufnimmt. So ist es vielleicht möglich, auf die Ausschnitte des Lebens Jesu in dieser Heiligen Woche zu schauen. Wir sehen seinen Weg. Es ist ein Menschheitsweg. Es ist der Weg – in allem Schmerz - eines unerschütterlichen Gottzutrauens. Es ist der Weg, in dem Gott sich – nach unserem Glaubensverständnis – endgültig offenbart. So ist der Weg Jesu eine Ermutigung für unseren Weg zur Wiederverbindung mit Gott, dem Ursprung unseres Lebens.

 

Der Palmsonntag darf vielleicht einmal als Auftakt der großen Dramaturgie des Wechselspiels Gottes mit uns verstanden werden. Der, der uns diesen Weg der existentiellen Berührung mit Gott ermöglicht, zieht in seine Stadt, zieht in unser Leben ein. Er kommt, um diese verdichtete Woche unseres Lebens als Glaubende oder Glauben Suchende mit uns zu teilen. Wie ist das, wenn wir einem Heiland entgegengehen: Begeisterung, Erwartungen. Das Hosianna hat Begeisterung in sich. Übersetzt heißt es: Hilf doch!

 

In unseren Tagen gibt es auch Erwartungen an den Heiland.

 

Die Tage von Montag bis Mittwoch der Karwoche führen dramaturgisch immer näher zum Schicksal des mit so vielen Erwartungen Begrüßten. Wir dürfen dabei die Geschichten der Evangelien mit bedenken. Der Weg Jesu stellte sich als einer heraus, der nicht nur dem Menschenwunsch folgte. Jesus als das Ideal des Menschen nach dem Bilde Gottes scheint nicht so recht in die Welt zu passen.

 

Drei der vier Gottesknechtlieder aus dem Propheten Jesaja begleiten diese Tage. Der ‚Sohn Gottes‘ trägt das Drama der Beziehung zwischen Gott und Mensch am eigenen Körper – für Jesaja ist es Israel, für uns der Menschensohn Jesus. Die Evangelien dieser Tage spitzen das Drama zu, nach dem ein Mensch nach dem Bild Gottes nicht in unsere Vorstellungen von Gott passt. Die Religionsführer sind die ersten, die sich von Jesus ihre Verfügbarkeit Gottes nicht abnehmen lassen.

 

Der Gründonnerstag bringt die Dramaturgie unseres Lebensspiels vor Gott auf eine ganz andere Ebene. Jesus ist der Gastgeber. Es tut so gut, an einem Tisch zu sitzen, miteinander das Wort Gottes und das Brot und den Wein zu teilen. Jetzt wandelt sich dieses Teilen in das Mitteilen des Lebens Gottes selbst. Hilflos sind die Zeichen und erhaben zugleich: Brot und Wein. Und um das so hilflos Erscheinende zu deuten, erzählt das Johannesevangelium, um was es geht: um die Liebe. Was Menschen in Jesus erleben, ist die Erfahrung der Liebe – von Gott zum Menschen, von Jesus zu Gott, von uns zu Jesus, zu Gott, zueinander. Manche brauchen ein Leben lang, um diese Unerfasslichkeit und zugleich tastbare Nähe der Liebe begreifen zu lernen. Zerbrechlich wirken da die Zeichen von Brot und Wein. Zugleich übersteigen sie, was sie im äußeren Zeichen darstellen.

 

Die Liebe bleibt nicht ohne Anfeindung. Wir kennen es im Alltag. Menschen verlassen den gemeinsamen Tisch, weil die Liebe nicht mehr stimmt. Brot und Wein bleiben zurück.

 

Am Gründonnerstag löst sich die Tafel der Tischgemeinschaft gänzlich auf. Worte des Abschiedes, die keine Jammer-, sondern Trostworte in diese Wirklichkeit des verlorenen Tisches sind, hörten wir – können wir auch zu Hause uns vorlesen.

 

Dann gilt es auszuhalten, in der Kargheit des leeren Raumes – äußerlich wie innerlich – zu bestehen. Stilles Trennen.

 

Der Karfreitag kann schonungslos berühren: Was mit der Liebe, was mit dem Leben geschehen kann. Und aus welchen Gründen die Liebe kaltgestellt, das Leben getötet werden kann, längst bevor der Tod eintritt. In nur menschlichem Blick könnten wir verzweifeln, zu was der Mensch alles fähig ist. Manchmal verzweifeln wir vor der Wirklichkeit, die Menschen schindet. In Zeiten unserer Krise hier ist gerade dieser Blick auf die Armen, die Einsamen, die um die Liebe Gebrachten, die in Krieg, Hunger und Gewalt Gefesselten zu denken.

 

In all dem, dass das mit dem Gekreuzigten nicht verharmlost wird, gibt es dennoch den Blick von Ostern her. Wir schmachten nicht vor einem Gekreuzigten. Wir versuchen zu verstehen, dass von Gott her Liebe und Leben niemals zerstört werden können. Das ist nicht als schöngeistiger Gedanke zu denken. Das ist Ansporn, um des Leidens willen dem göttlichen Zeugnis der Liebe zu trauen – und entsprechend zu handeln.

 

Der Karsamstag will ausgehalten werden. Bei aller Zuversicht, dass der Liebe Gottes zu trauen ist: Manche müssen das begreifen lernen. Selbst der Karsamstag ist von Ostern her anzugehen. Er schafft auch Raum, die Leere auszuhalten, damit Ostern sein kann, in diesem Jahr einmal anders als geplant.

 

Ihr Matthias Schnegg

Das 'Sonntagsblättchen' vom Palmsonntag 2020
Für alle, die auf das 'Sonntagsblättchen' nicht verzichten wollen, hier zum downloaden und ausdrucken … Die Formatierung ist für beidseitig, kann aber auch einseitig ausgedruckt werden.
Sonntag-05-04-2020-Pfarrblatt.pdf
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Gottesdienstfasten (05.03.2020)

Schreiben von Matthias Schnegg an die Gemeinde Lyskirchen

M. Schnegg (Foto Anna C. Wagner)
M. Schnegg (Foto Anna C. Wagner)

Mit der Heiligen Woche ist eine Verschärfung des Empfindens zugemutet, dass wir keinen gemeinsamen Gottesdienst feiern können. Es tut gut, dass wohl doch viele aus der Gemeinde die Verbindung herstellen durch eigene Hausgottesdienste zu der Zeit, in der wir in Lyskirchen Gottesdienste feierten. Gerade auf Ostern hin wird das Gottesdienstfasten schmerzlicher, weil mit Ostern doch keine Fastenzeit mehr ist. Wir werden erleben, was mit uns geschieht.

 

Jemand schrieb mir ein Zitat des Mystikers Meister Eckhard:

‚Gott kommt nur ins leere Herz‘.

Anderen ist es in der Zeit der Entbehrung sehr hilfreich, Gottesdienste im Internet oder im Fernsehen oder am Radio mitzufeiern. Aus dem Kölner Dom werden auch die hohen Feiertage der Kar- und Osterliturgie mit unserem Erzbischof übertragen. Genaueres finden Sie unter www.domradio.de .

 

Zur Verbindung mit denen, die zuhause Gottesdienst feiern, sitzen di  ‚Bediensteten‘ zu den Gottesdienstzeiten in Lyskirchen zu Schweigen, zum Hören der Schriftlesungen und zum fürbittenden Gebet. In der vergangenen Woche sind auch per Mail Fürbitten eingetroffen, die am Sonntag mit in das gemeinschaftliche Gebet getragen werden. Weiterhin besteht die Einladungen, Fürbitten an schnegg@lyskirchen.de zu schicken. Die werden dann in diesem Sammelpunkt unserer Gottesdienstfeiern vor Gott gestellt.

Was zur Osternachtzeit?

Da die Osternacht entfällt, wird an dem Abend (nicht wie sonst vorgesehen morgens um 5 Uhr) um 22 Uhr die Osterkerze gesegnet und entzündet – ohne feierliche Liturgie. Das ist Bestandteil des Aushaltens dieser uns auferlegten Leerstelle. Die Osterkerze ist – anders als der Palm – ein Zeichen, das das ganze Jahr über in jeder Gottesdienstfeier unseren Osterglauben bezeichnet. Sie wird uns in diesem Jahr vielleicht gar ein besonderes Symbol des Vertrauens sein, dass Gottes Lebenskraft stärker ist als alle Bedrängnis.

 

Die kleinen Osterkerzen, die wir sonst in der Osternacht entzünden, verwahren wir uns für den Tag auf, an dem wir uns wieder zum Gottesdienst versammeln können.

Vertretene Gemeinde

Jetzt wissen wir, dass die Einschränkungen noch eine Zeit dauern, vermutlich gar über den 20.4. hinaus. Ich höre, dass manche das Bedürfnis haben, einmal zu den Gottesdienstzeiten den ‚Platzhalter‘ unserer Gottesdienstgemeinde mit zu leben. Daher die Einladung, dass je 2 Gemeindemitglieder zu den üblichen Gottesdienstzeiten die Präsenz der Gemeinde stellvertretend übernehmen. Wegen der derzeitigen Versammlungseinschränkung dürfen es bitte nur 2 sein. In der Karwoche gilt das für Montag bis Mittwoch und dann ab Ostersonntagabend. Wer einmal diese ‚Vertretung‘ der notwendig abwesenden Gemeinde übernehmen möchte, kann sich bei mir melden (telefonisch oder per Mail). Dann wird ein entsprechender Plan erstellt.

Gesänge aus Lyskirchen

Eine besondere Ausdrucksform unseres gemeinsamen Gottesdienste sind die mehrstimmigen Gesänge. Auf mehrfache Anregung aus der Gemeinde hat unser Kantor ein Quartett mit Lyskirchen verbundener Sängerinnen und Sänger zusammengerufen und eine zu Herzen gehende Aufnahme für unseren häuslichen gottesdienstlichen Gebrauch erstellt. Von Herzen Dank den Musikern, die sich spontan bereitgefunden haben, ihre Verbundenheit mit Lyskirchen auch auf diese Weise (ehrenamtlich) auszudrücken. Herzlichen Dank auch unserem Kantor, der sich es zur Aufgabe gemacht hat, eine sehr hilfreiche Sammlung zur Verfügung zu stellen. Zu hören sind: Hagios ho theos (Gotteslob 300), Qadosch, Vater unser, Du lässt den Tag (Gotteslob 96). Man kann auch gerne mitsingen...

 

 

 

Die Gesänge können Sie hier abrufen. Vielleicht sind sie auch eine willkommene Stütze zu Ihrem häuslichen Gottesdienst zu unserer Sonntagsmesszeit.

Hagios ho theos
(Gotteslob 300)
Chor Hagios Master.WAV
Wave Audio Datei 11.5 MB
Qadosch
Chor Quadosch master.WAV
Wave Audio Datei 13.6 MB

Vater unser
Chor Vaterunser Master extreme Variante.
Wave Audio Datei 29.9 MB
Du lässt den Tag
(Gotteslob 96)
Langversion master c.WAV
Wave Audio Datei 41.1 MB

wohin - woher

Mit diesem Sonntag schließt die Ausstellung der Künstlerin Anna Wagner. Als die Ausstellung konzipiert und am 1. Fastensonntag in der Kirche eröffnet wurde, hat niemand gewusst, dass das Thema eine eigene Deutung bekäme. Das Wohin kann in einer hektischen Welt nach immer mehr, immer größer, immer verfügbarer eine eigene Dynamik entwickeln. Da fällt die Besinnung auf den Uranfang des Daseins leicht ins Vergessen. Das Streben ist stärker als das Innehalten. Der Blick auf das, was ist, kann im Schwung des Wohin-Wollens ganz leicht verloren gehen. Manchmal reicht es gerade noch, um zu streifen, was wir sehen, ohne es wirklich wahrzunehmen, für wahr, für gegenwärtig zu nehmen.

 

Die Zeit der Krise jetzt nehmen viele als eine Entschleunigung wahr. Entschleunigung, die die einen mehr Luft holen lässt – und Entschleunigung, die nervös macht, gerade wenn das Leben sich an den Rhythmus des nach vorne Strebens gewöhnt hat.

 

Jetzt, ausgebremst durch die so lebensnotwendigen Einschränkungen unserer Bewegungsfreiheit und unseres Greifens nach immer Anderem, stellt sich manchen die Frage nach dem Woher neu. Woher nährt sich der Sinn meines, unseres Lebens, wenn es nicht nur zielstrebig angeschaut werden kann? Natürlich geht es jetzt nicht um hämische Schelte: Wir haben es schon immer gesagt. Wäret ihr nun gläubiger gewesen...

 

Die Frage nach dem Sinn des Daseins ist eine hoch weltanschauliche Frage. Dazu bedarf es eines Wertegerüstes, einer Deutungsgrundlage. Christen schauen auf das eigene Leben, auf die Aufgaben in dieser Welt aus der Verankerung in den Glauben an Gott – den Schöpfer, den Begleiter, den, der die Lebensenergie, der die Liebe schlechthin ist.

Diese Anschauung der Welt und des Lebens ist nicht losgelöst von dem, in dem wir leben. Uns ist so vieles auf den Weg und an den Rand des Lebensweges gegeben, was uns das Geheimnis der Erhabenheit Gottes und des geschenkten Lebens offenbart.

 

Im Hasten nach dem Wohin kann der Blick dafür schon einmal verstellt werden. Die Fotobilder der Künstlerin Anna Wagner haben mit der besonderen, für mich technisch archaischen Form der Fotografie mit der Lochbildkamera Momente des Innehaltens festgehalten und für uns Betrachter eröffnet. Das Wohin unseres Daseins wird begleitet von wundersamer Schönheit, vom Verborgenen, das einlädt, das Dahinter erahnen zu dürfen. Im Betrachten dieser Wegbegleiter des Erhabenen und Schönen erschließt sich manchen auch das unbegreifliche Woher allen Seins. Im Innehalten, im Ahnen des manchmal überwältigend Erhabenen bekommt das Wohin auch neue Impulse.

 

Die Krise, die wir durchleben und durchleiden verbindet das Wohin der Zukunft mit dem Woher der Vergangenheit. Das Spannungsfeld in all dem ist die Gegenwart, die wir leben. Die kunstvollen Bilder ermutigen, diesem Leben im Spannungsfeld zu trauen. Vielleicht können diese Einsichten des so selbstverständlich Einfachen auch Trost sein auf einem Weg, dessen Ende wir heute nicht kennen.

 

Die Bilder haben sich dem Ort des Heiligen Raums untergeordnet. Sie waren Blickpunkte aus einer und in eine Dimension, die wir durch die Krise vielleicht neu schätzen lernen. Danke für diese auch geistlichen Impulse mit Bildern der Wirklichkeit hinter dem Sichtbaren.

 

Und die Not der Notleidenden

Es ist sehr menschlich und verständlich, dass viele in der Bedrohung der Pandemie Angst haben. Angst ist eine sehr angemessene Reaktion auf das, was uns im Augenblick nur begrenzt beherrschbar erscheint. Daher der dringende Wunsch, es möge ein Ende des Ausnahmezustands absehbar sein. Seriös ist dieses Ende nicht zu datieren. Es bleibt eine Zeit der besonderen Herausforderung an unsere eigene Existenz und an die Gesellschaft und die Völkergemeinschaften. Und viel Leid müssen die unter uns tragen, die erkrankt sind, die sterben und die, die in Trauer sind.

 

Neben all dem muss bitte da, wo das eigene Leben nicht so voller Leid ist, wach bleiben, dass es Menschen in anderen Teilen der Welt, auch in Europa, gibt, die lange leiden müssen. Zu ihrem alltäglichen Leid kommt die Epidemie dazu. Die Not dieser Leidenden können wir in der Regel nicht persönlich auflösen. Wir können die Not aber bewusst mit bedenken, mit im Gebet vor Gott aussprechen. Wir können politisch wach sein und unsere Vertreter in den Parlamenten beunruhigen, dass diese Not nicht hinzunehmen ist. Gelebte Solidarität ist auch eine Tugend des Evangeliums.

weiterhin aktuell:

Leerer Kirchenraum (Foto Anna C. Wagner)
Leerer Kirchenraum (Foto Anna C. Wagner)

Gedanken von Matthias Schnegg aufgrund der Anordnung der Gottesdienstabsagen (Stand 15.03.2020) 

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Worte wie Aussatz, Pest, Aids, Krebs und jetzt Corona lassen uns den Schrecken spüren, der die Menschheit immer wieder befällt. Krankheit bedroht das Leben, macht einsam, abhängig und hilflos. 

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unser Gott und Heiland,in einer Zeit der Belastung und der Unsicherheit für die ganze Welt kommen wir zu Dir und bitten Dich  ...

 

Gebet in Zeiten der Corona-Epidemie >>>

 

Wegen der Corona-Krise lassen immer mehr Bistümer in Nordrhein-Westfalen die Glocken läuten. Zuerst hatte das Erzbistum Köln am Dienstag eine entsprechende Aktion gestartet. Nun ziehen die Diözesen Aachen un Münster mit.

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Der deutsch-amerikanische Prof. Yascha Mounk, von der Havard Universität in Boston, hat intensiv die Ausbreitung der Spanischen Grippe 1918 in den USA aufgrund angeordneter oder unterlassenen Kontakteinschränkungen erforscht.
Der deutsch-amerikanische Prof. Yascha Mounk, von der Havard Universität in Boston, hat intensiv die Ausbreitung der Spanischen Grippe 1918 in den USA aufgrund angeordneter oder unterlassenen Kontakteinschränkungen erforscht.

In Zeiten der Krise (22.03.2020)

Schreiben von Matthias Schnegg an die Gemeinde Lyskirchen

Jetzt hören wir so viel, viel sich immer wieder Wandelndes. Allein durch die ständig neuen Informationen wird manchen der Boden unter den Füßen immer wackliger. Mir selbst geht es auch so, dass das Ausmaß der Herausforderung erst nach und nach in mein Bewusstsein sickert. Das geschieht nicht nur souverän. Gottlob gibt es auch bestärkende Zeichen der Solidarität, Zeichen des aneinander Denkens, Zeichen auch der geistlichen Verbundenheit.

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Schreiben von Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki an alle Pfarrgemeinden des Erzbistums Köln

Liebe Schwester und Brüder! Auch für uns Christen ist die Coronakrise eine besondere Herausforderung. Selbst in Kriegszeiten sind die Gottesdienste nicht ausgefallen ….

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Wort des Bischofs:

Not sehen und handeln


Und die Armen – Zeichen der Solidarität Kollekten ans Herz gelegt:

In die Zeit der Abstinenz von gemeinschaftlichen Gottesdiensten fallen auch große Kollekten, die denen zugutekommen, die sowieso am Rand der gesellschaftlichen Sicherungen stehen. MISEREOR wäre am 29. März. Am GRÜNDONNERSTAG halten wir seit einigen Jahren als ‚nachhaltiges‘ Zeichen der Fußwaschung die Kollekte, mit der wir eine ganze Winterzeit über das Sonn- und Feiertagscafé für obdachlose Drogenabhängige im Notel finanziell ermöglichen. Mir liegt sehr daran, dass wir trotz der ausfallenden Gottesdienste diese Armen nicht aus dem Blick lassen. Daher die Bitte, dass Sie die Gelder, die Sie ansonsten dafür in das Kollekten-Körbchen geworfen hätten, entweder der Kirchengemeinde überweisen – mit den Stichworten ‚Misereor 2020‘ und/ oder ‚Gründonnerstag‘ – oder mir in einem Umschlag mit Ihrer Anschrift und dem Betrag und der Zweckbestimmung übergeben.

  • Die Bankverbindung: KKGem. St. Maria Lyskirchen, Pax- Bank Konto,
  • IBAN: DE96 3706 0193 0027 1770 18
  • BIC: GENODED1PAX.

Bei einer Überweisung für verschiedene Kollekten bitte die Aufteilung hinzufügen, damit jedes Anliegen bekommt, was Sie zuteilen mögen.

Auch traditionsgemäß wird am Palmsonntag für den Erhalt und die Betreuung der Heiligen Stätten im Heiligen Land gesammelt. Wer je da war, weiß, wie kostbar die Berührung mit der Lebenswelt Jesu ist.

 

Kollekte SONN- und FEIERTAGSCAFÉ  – am Gründonnerstag

Seit einigen Jahren sammeln wir bewusst am Gründonnerstag für die finanzielle Möglichkeit des Sonn- und Feiertagscafés für obdachlose Drogenabhängige im Notel. Es ist nicht nur eine Sammlung. Es ist für uns zum nachhaltig wirksamen, nicht nur rituellen Zeichen der Fußwaschung innerhalb der Gründonnerstagsliturgie geworden. Dank Ihrer sehr großzügigen Gaben ist es bisher immer möglich gewesen, die Finanzierung dieser sehr segensreichen Einrichtung für eine Wintersaison (1.11.-1.5) zu sichern. Das ist gut angelegtes Geld. Die Dankbarkeit der Nutznießenden ist staunend groß. Am Rande sei auch erwähnt, dass die Gemeinde nicht nur die finanzielle Seite mitträgt, sondern auch einige aus der Gemeinde bei diesem Café ehrenamtliche Dienste tätigen. 

 

Danke sehr für alle Hilfen

die Sie auch jetzt leisten mögen!

 

Fürbitten

Nun haben die meisten, da sie nicht in der Nähe wohnen, keinen Zugang zum Fürbittbuch, so auch nicht zum Gebet der Gemeinde. Sehen Sie sich eingeladen, Ihre Gebetsanliegen per Mail an mich zu schicken. Wir nehmen diese Gebete mit in den stellvertretenden Gottesdienst unserer Verbundenheit. (schnegg@lyksirchen.de )

05.04.2020 - 12.04.2020

Palmsonntag

6. Fastensonntag

 

Ostersonntag 2020