Köln, am

heutiger Tag

Wort des Bischofs

Gott macht Urlaub!?

"Spes nostra Firma"

Gebet vor
dem Gipfel

"Unter jedem Dach wohnt ein Ach!"

Diese Gravitationswellen hauen mich um

Ja, mir san mit'm
Radl da

Happy Birthday Kirche!

Shakehands

Happy wife -
happy life?

Ich geh nicht geht gar nicht!

Meine Leitkultur

"Wir sollten uns mehr an Jesus Christus orientieren"

Unser täglich Brot ...

Christliche Obergrenzen

Gute Gastgeber gesucht

40 Tage lang

Hoffnungsträger

"Wer bei Euch groß sein will, der soll der Diener aller sein!"

Kleine Sünden ...

Sehnsüchtig?

Nennt das Mittelmeer besser Totes Meer!

Tote begraben


Flüchtlinge

MOAS bittet um IHRE SPENDE:

MOAS besteht aus internationalen Helfern, Sicherheitsexperten, Medizinern und erfahrenen Seeleuten, die sich zusammen getan haben um zu helfen weitere Katastrophen auf See zu vermeiden. Sie haben Mitgefühl für die Notlage derjenigen, die trotz der Gefahren ein gewaltfreies, besseres Leben suchen.   

Aus dem Erzbistum Köln

Aktion Neue Nachbarn - Für eine Willkommenskultur im Erzbistum Köln

Für die verfolgten Christen

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  • SANKT MARIA
    IN LYSKIRCHEN

    AN LYSKIRCHEN 12
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  • Die Kirche ist täglich
    in der Zeit von
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    IN LYSKIRCHEN:

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Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Gebet der Vereinten Nationen

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

vom 23.01.2011, 3. SONNTAG IM JAHRESKREIS

Das Programm und erste Wirkung

(zu Matthäus 4,12-25)

Pfarrer Matthias Schnegg
Pfarrer Matthias Schnegg

Die Vorgeschichte des Matthäusevangeliums ist beendet. Ausführlich berichtete das Evangelium in den Kindheitsgeschichten, dann im Zeugnis des Täufers Johannes, dann in der himmlischen Beglaubigung bei der Taufe und im Bestehen der Versuchung.

 

Ein zweiter, großer Abschnitt des Evangeliums beginnt mit unserer Perikope. Matthäus stellt uns Jesus als den Lehrer vor, aber nicht nur als Lehrer, sondern auch als einen, der seine Lehre in idealer Weise durch entsprechende Taten lebt. Matthäus hat das stilistisch so komponiert, dass fünf große Reden die ‚Lehre’ beschreiben, während zwischen den Reden die Glaubhaftigkeit seiner Lehre am Wirken Jesu ablesbar wird.

 

Mit unserem Textabschnitt schafft Matthäus eine Einleitung in dieses Lehren und Handeln Jesu in der Öffentlichkeit. Wir hören vom ‚Programm’, um das es gehen wird, und von ersten Wirkungen auf diese grundlegende Aussage.

 

Zunächst werden wir geographisch eingestimmt. Jesus verlässt Nazareth (anders als bei Lukas) und wendet sich Kafarnaum zu. Namen kommen ins Spiel, die zur Zeit der Entstehung des Matthäusevangeliums keine Bedeutung mehr hatten. Es sind die Namen der Provinzen Sebulon und Naftali. Nazareth liegt im Gebiet des früheren Spengels Sebulon, während Kafarnaum Naftali zuzurechnen gewesen wäre.

 

Matthäus verwendet diese Ortbeschreibungen aber, weil er wieder anbinden möchte an die bekannten Offenbarungstexte der Juden. Matthäus möchte gerade Juden (er selber ist einer) zum Glauben ermutigen, in Jesus den Immanuel Gottes, den Messias zu erkennen. Daher auch in unserem Text der Hinweis auf Jesaja 8, 23. Das Evangelium verfolgt damit die Absicht, allein schon durch den Ort zu benennen, dass mit Jesus sich die Verheißungen Gottes in dieser Gegend tatsächlich erfüllen. Erfüllung ist die Lehre und das Wirken Jesu.

 

Die Verse 15f nehmen Bezug auf die wunderbare Zusage des Propheten: Wenn Menschen sich an die Thorá halten und wenn Menschen im Bekenntnis zu JHWH stehen, dann brauchen sie sich um ihr Leben nicht zu fürchten. Diesem Trostwort in Jesajas 8,23 ist die düstere Perspektive vorausgestellt, wie es Menschen ergeht, die sich eben nicht an die Thorá und an JHWH halten: Sie werden umherirren, weil sie nicht wissen, wo ihr wirklicher Lebensplatz ist; sie werden hungrig werden, werden Gott und die Regierenden verfluchen, werden kurz zum Himmel aufschauen und doch mit dem Blick am Boden heften. Diese Zustandsbeschreibung – heutigem Lebensgefühl gar nicht so fremd – hat Jesaja nicht aufgeschrieben, um Menschen in solcher Lebenslage zusätzlich zu knüppeln. Er hat vielmehr die Absicht, Menschen zu ermutigen, es mit dem Glauben an JHWH zu wagen. Und dazu führt er Sebulon und Naftali auf – Provinzen, die unterdrückt waren und durch JHWHs Fügung wieder in Freiheit gelangt sind. Das Licht, das die Völker in der Verkettung der Finsternis als Befreiung sehen, das ist die Gegenwart JHWHs selber.

 

Wenn das Matthäusevangelium auf diese Stelle des Jesaja zurückgreift, dann will er damit sagen: Ihr könnt euch darauf verlassen: Mit Jesus geht der Weg der göttlichen Verheißung seinen Lauf. Daher die klare Aussage: Kehrt um! – das heißt: Wendet euch der Offenbarung Gottes in Jesus zu; und als Begründung: Denn das Himmelreich ist nahe gekommen. (17). Alles, was wir in der Folge des Matthäusevangeliums hören werden, steht unter der Zusage, in Lehre und Handeln Jesu das nahe gekommene Himmelreich erfahren zu können. Das Himmelreich ist erfahrbare Wirklichkeit. Jesus wird durch sein Handeln viel Not menschlicher Leiden auflösen.

 

Das ‚Programm’ ist klar: Es geht um das Himmelreich – als erdkonkrete Erfahrung der Gottesnähe. Das ‚Programm’ schafft durch die Taten Jesu Heil, Befreiung, Lebensraum. Frei-Raum aus ganz konkret erlebter Not, aus Armut, Ungerechtigkeit, Schuld, Krankheit – alles, was das Leben belastet und die Lebensgeister lähmt. Wir sehen, dass Jesu Handeln Vorbildcharakter haben soll.

 

Um dieses ‚Programm Himmelreich’ nicht an der Person Jesu alleine haften zu lassen, hat Matthäus sogleich die Berufung der ersten Jünger gestellt (18-22). Zwei Geschichten sind es. Die erste ist wieder nach einem alttestamentlichen Berufungsmuster verfasst: Wie Elija den Elischa beruft, so Jesus seine Jünger. Selbst der dichte Satz des ‚Auf, hinter mir her!’ steht gleichlautend bei der Indienstnahme des Elischa ( 2 Kön 6,19). Wieder ein vertrauter Punkt für Juden, die Matthäus zum Jesus – Messias – Bekenntnis gewinnen will.

 

Die Nachfolgen werden ideal beschrieben. Der Ruf ergeht – und sie lassen alles liegen und gehen hinterher. Wir haben schnell und sicher berechtigte Einwände, ob man das denn ethisch verantwortlich so abrupt machen könne. Das ist aber nicht das Interesse des Schreibers. Die abrupte Bereitschaft zeichnet vor, was später im Evangelium immer augenfälliger wird: die Maßstäbe der Berufung sind nicht mit der Logik unserer Welt zu messen.

 

Das zweite Brüderpaar folgt diesem Ruf auch direkt. Sie verzichten zudem auf das Zusammenwirken mit ihrem Vater. Auch hier gilt, dass es nicht um die Nachfrage geht, ob sie das denn gedurft haben. Auch hier ein Idealbild des Loslassens von Besitz und familiären Bindungen, um hinter ihm herzugehen. Auch das ein schwer nachvollziehbares Verhalten. Wieder ein Beweis, dass wir das ‚Programm’ Jesu und seine Wirkung in unser Leben nicht allein mit den Mitteln unserer Weltdeutungen verstehen und in die Tat umsetzen können.

 

Dass aber Menschen gesucht sind, die Jesus verstehen lernen und hinter ihm hergehen wollen, das bezeugt Matthäus mit der Berufungsgeschichte der ersten Schülerinnen und Schüler Jesu.

 

Folgte Matthäus getreu der Vorlage des Markusevangeliums, wären jetzt Heilungsgeschichten zu erzählen. Matthäus verwahrt sich da auf für die Kapitel 8 und 9. Da wird er Heilungen als eine praktische Erfahrung der großen Lehre (Bergpredigt) ausdeuten. Im Text des Matthäus werden daher nur Zusammenstellungen von Heilungserfahrungen mit Jesus berichtet. Lehre und Heilung sind für Matthäus Ausdrucksform der Verkündigung vom Himmelreich.

 

Jesus verkündet das Evangelium vom Reich in der Synagoge, dem selbstverständlichen Gebetsort der Juden. Hier hat er seine Schriftauslegung vorgetragen. Die Verkündigung des Evangeliums vom Himmelreich ist keine spirituelle Wohlfeilheit. Die Verkündigung ist auf das Verhalten im praktischen Leben abgestellt. Matthäus ist überzeugt, dass mit Jesu heilendem Wirken die Erfüllung der Zusage JHWHs begonnen hat: Alle Krankheiten wird der Herr von dir ablenken (Dtn 7,15).

 

Aus allen Gegenden kommen Menschen, um diese heilende Begegnung mit Jesus zu suchen. Matthäus schreibt seiner Gemeinde dies, damit sie ermutigt ist, sich der Lebenspraxis Jesu anzuschließen. Himmelreich ist kein nur geistlicher Begriff, sondern die Aufforderung, der heilenden Möglichkeit Gottes – auch jenseits der Begegnung mit dem irdischen Jesus – zu trauen. Das ist auch ein großes Kapitel unseres Glaubenszutrauens – diese konkrete Himmelreichbotschaft, die da ist, wo Heil und Erlösung und Befreiung geschieht. Vielleicht ahnen wir, wie gewaltig diese Wirkung sein könnte, wenn das Himmelreich nicht zahm als geistliche Größe beschrieben ist, sondern eine Wirklichkeit meint, die wir heute leben können. Wie, das wird uns die nun anschließenden erste große Rede offen legen – die sogenannte Bergpredigt (Kap 5-7).

Uns eine geisterfüllende Begegnung mit der JesusChristus- Verkündigung im Laufe dieses Kirchenjahres mit dem Matthäusevangelium.

 

 

Ihr Matthias Schnegg