Köln, am

heutiger Tag

Wort des Bischofs

Gott macht Urlaub!?

"Spes nostra Firma"

Gebet vor
dem Gipfel

"Unter jedem Dach wohnt ein Ach!"

Diese Gravitationswellen hauen mich um

Ja, mir san mit'm
Radl da

Happy Birthday Kirche!

Shakehands

Happy wife -
happy life?

Ich geh nicht geht gar nicht!

Meine Leitkultur

"Wir sollten uns mehr an Jesus Christus orientieren"

Unser täglich Brot ...

Christliche Obergrenzen

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Hoffnungsträger

"Wer bei Euch groß sein will, der soll der Diener aller sein!"

Kleine Sünden ...

Sehnsüchtig?

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Tote begraben


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MOAS bittet um IHRE SPENDE:

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Aus dem Erzbistum Köln

Aktion Neue Nachbarn - Für eine Willkommenskultur im Erzbistum Köln

Für die verfolgten Christen

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Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Gebet der Vereinten Nationen

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

vom 10.04.2011, dem 5. Fastensonntag 2011

GIOTTO Auferstehung Lazarus
GIOTTO Auferstehung Lazarus

Ich bin die Auferstehung und das Leben;
wer an mich glaubt, wird leben

 

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

 

In jener Zeit war ein Mann krank, Lazarus aus Betanien, dem Dorf, in dem Maria und ihre Schwester Marta wohnten. Maria ist die, die den Herrn mit Öl gesalbt und seine Füße mit ihrem Haar abgetrocknet hat; deren Bruder Lazarus war krank. Daher sandten die Schwestern Jesus die Nachricht: Herr, dein Freund ist krank. Als Jesus das hörte, sagte er: Diese Krankheit wird nicht zum Tod führen, sondern dient der Verherrlichung Gottes: Durch sie soll der Sohn Gottes verherrlicht werden. Denn Jesus liebte Marta, ihre Schwester und Lazarus. Als er hörte, dass Lazarus krank war, blieb er noch zwei Tage an dem Ort, wo er sich aufhielt. Danach sagte er zu den Jüngern: Lasst uns wieder nach Judäa gehen. Die Jünger entgegneten ihm: Rabbi, eben noch wollten dich die Juden steinigen, und du gehst wieder dorthin? Jesus antwortete: Hat der Tag nicht zwölf Stunden? Wenn jemand am Tag umhergeht, stößt er nicht an, weil er das Licht dieser Welt sieht; wenn aber jemand in der Nacht umhergeht, stößt er an, weil das Licht nicht in ihm ist. So sprach er. Dann sagte er zu ihnen: Lazarus, unser Freund, schläft; aber ich gehe hin, um ihn aufzuwecken. Da sagten die Jünger zu ihm: Herr, wenn er schläft, dann wird er gesund werden. Jesus hatte aber von seinem Tod gesprochen, während sie meinten, er spreche von dem gewöhnlichen Schlaf. Darauf sagte ihnen Jesus unverhüllt: Lazarus ist gestorben. Und ich freue mich für euch, dass ich nicht dort war; denn ich will, dass ihr glaubt. Doch wir wollen zu ihm gehen. Da sagte Thomas, genannt Didymus - Zwilling -, zu den anderen Jüngern: Dann lasst uns mit ihm gehen, um mit ihm zu sterben. Als Jesus ankam, fand er Lazarus schon vier Tage im Grab liegen. Betanien war nahe bei Jerusalem, etwa fünfzehn Stadien entfernt. Viele Juden waren zu Marta und Maria gekommen, um sie wegen ihres Bruders zu trösten. Als Marta hörte, dass Jesus komme, ging sie ihm entgegen, Maria aber blieb im Haus. Marta sagte zu Jesus: Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben. Aber auch jetzt weiß ich: Alles, worum du Gott bittest, wird Gott dir geben. Jesus sagte zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen. Marta sagte zu ihm: Ich weiß, dass er auferstehen wird bei der Auferstehung am Letzten Tag. Jesus erwiderte ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben. Glaubst du das? Marta antwortete ihm: Ja, Herr, ich glaube, dass du der Messias bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll. Nach diesen Worten ging sie weg, rief heimlich ihre Schwester Maria und sagte zu ihr: Der Meister ist da und lässt dich rufen. Als Maria das hörte, stand sie sofort auf und ging zu ihm. Denn Jesus war noch nicht in das Dorf gekommen; er war noch dort, wo ihn Marta getroffen hatte. Die Juden, die bei Maria im Haus waren und sie trösteten, sahen, dass sie plötzlich aufstand und hinausging. Da folgten sie ihr, weil sie meinten, sie gehe zum Grab, um dort zu weinen. Als Maria dorthin kam, wo Jesus war, und ihn sah, fiel sie ihm zu Füßen und sagte zu ihm: Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben.  Als Jesus sah, wie sie weinte und wie auch die Juden weinten, die mit ihr gekommen waren, war er im Innersten erregt und erschüttert. Er sagte: Wo habt ihr ihn bestattet? Sie antworteten ihm: Herr, komm und sieh! Da weinte Jesus. Die Juden sagten: Seht, wie lieb er ihn hatte! Einige aber sagten: Wenn er dem Blinden die Augen geöffnet hat, hätte er dann nicht auch verhindern können, dass dieser hier starb? Da wurde Jesus wiederum innerlich erregt, und er ging zum Grab. Es war eine Höhle, die mit einem Stein verschlossen war. Jesus sagte: Nehmt den Stein weg! Marta, die Schwester des Verstorbenen, entgegnete ihm: Herr, er riecht aber schon, denn es ist bereits der vierte Tag. Jesus sagte zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen? Da nahmen sie den Stein weg. Jesus aber erhob seine Augen und sprach: Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast. Ich wusste, dass du mich immer erhörst; aber wegen der Menge, die um mich herum steht, habe ich es gesagt; denn sie sollen glauben, dass du mich gesandt hast. Nachdem er dies gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus! Da kam der Verstorbene heraus; seine Füße und Hände waren mit Binden umwickelt, und sein Gesicht war mit einem Schweißtuch verhüllt. Jesus sagte zu ihnen: Löst ihm die Binden, und lasst ihn weggehen! Viele der Juden, die zu Maria gekommen waren und gesehen hatten, was Jesus getan hatte, kamen zum Glauben an ihn.

 

Joh 11, 1-45

VorZeichen

(zu Johannes 11,1-45)

Pfarrer Matthias Schnegg
Pfarrer Matthias Schnegg

Mit der Erzählung von der Auferweckung des Lazarus begegnen wir einer weiteren großen Glaubensgeschichte des Johannesevangeliums. Wieder dient die Geschichte, etwas über Jesus, seine Sendung und die Nachfolge der ihm Nachgehenden an. Am Anfang sieht es so aus, als wolle Johannes eine weitere Krankenheilungsgeschichte erzählen. Die handelnden Personen sind benannt: Freunde Jesu, Schülerinnen und Schüler Jesu. Maria und Martha bitten um den Besuch, um den Kranken zu heilen.

 

Vers 4 zeigt uns Jesus, der quasi reflektierend den Zuhörenden des Evangeliums eine Richtung des weiteren Verstehens der Geschichte weist: Die Krankheit führt nicht zum Tod – obwohl sie dazu führt – , sie dient der Offenbarung der Herrlichkeit Gottes. Der Tod als Folge von Krankheit wird nicht verharmlost. Die glaubende Überzeugung des Evangeliums wird ausgebreitet werden: Der Tod ist nicht die Vernichtung des Menschen. Die Herrlichkeit Gottes ist mächtiger als der Tod.

 

Deutlich zeichnet sich ab, dass diese Erweckungsgeschichte des Lazarus eine Hinführung zur Deutung des Todes Jesu wird. Viele Motive, die in der Passionserzählung wieder aufkommen, finden wir hier bereits benannt. ‚Nach Judäa gehen’ weist auf Jerusalem, die Stätte des Todes Jesu hin. Die Schüler weisen darauf hin, dass er doch gerade vor Todesdrohungen von dort weggegangen sei (10,31).

 

Dann folgt das Bildwort vom Tag mit seinen 12 Stunden. Hiermit wird angedeutet, dass es noch die Zeit des Wirkens Jesu ist – ehe die Nacht anbricht und nichts mehr zu bewerkstelligen ist. Dann das ‚Licht in sich haben’ weist auf den Hinweis in 8,12 zurück, wo Jesus sagt: „Ich bin das Licht“. Umnachtet und ohnmächtig werden die sein, die in der Todesnot dieses ‚Licht’ nicht in sich haben. An dieser Stelle wird eröffnet, dass der Tod Jesu auch eine Folge hat für die, die seine Schülerinnen und Schüler sind.

 

Den Jüngern ist es über das ganze Evangelium schwer, wirklich zu begreifen. In V 11-13 erleben wir das Missverständnis – als ob es dann doch um eine Krankenheilung gehen können, bei der der Schlaf an sich heilende Kraft hat. Jesus sagt dann, dass es um den realen Tod geht. Diese oft brutal erlebte Realität ist schwer auszuhalten – wie wir auch wissen. Die klare Benennung der Wirklichkeit ‚Tod’ dient nicht der quälenden Klarheit. Die Begegnung mit dem Tod (und der Erweckung) dient, damit die Schüler zum Glauben finden. Erstmals tritt Thomas namentlich auf. Er wird mit seiner Haltung die Haltung der ‚Glaubenden’ symbolisieren, die sich so schwer tun zu glauben: In Vers 16 die vollmundige Bereitschaft der Nachfolge bis in den Tod. In den Abschiedsreden wird Thomas sagen, dass er nicht weiß, wohin Jesus geht, nach der Auferweckung wird er erst glauben wollen, wenn er ihn handgreiflich bewiesen sieht. Wann werden die Schülerinnen und Schüler Jesu wirklich glauben? Glauben, dass der Tod nicht das letzte Wort über den Menschen ist. Sinnig antwortet Jesus auf die schnelle Mitsterbensbereitschaft nicht.

 

Es schließt sich das Gespräch über die Auferstehung an. Dieses Gespräch hebt hervor, dass es bei dieser Erzählung dem Johannesevangelium nicht um die individuelle Erweckung des Lazarus geht, sondern um das grundsätzliche Verständnis von Auferstehung. Auferstehung aller, die an Jesus, den Christus glauben.

 

Martha bedauert, dass der Freund nicht zum Freund hat kommen können. Es bleibt aber das Vertrauen in die Kraft, die von Jesus ausgeht. Wieder werden wir auf ein grundsätzliches Verständnis der Sendung Jesu verwiesen: Es ist nicht die eigene Macht Jesu, die Leben erhält, sondern der Vater im Himmel. Jesus steht in einer besonderen Beziehung zu ihm. Das wird auch kurz vor der Szene der Erweckung des Toten bestärkt.

 

Der Evangelist will etwas zur Auferweckung aller Glaubenden sagen. Daher sind sowohl die Formulierung der Martha wie Jesu Antwort recht grundsätzlich. Martha spricht von ihrem Glauben an eine endzeitliche Auferstehung aller Toten. Die Antwort Jesu beinhaltet zwei Aspekte: „Ich bin die Auferstehung und das Leben“. In diesen ‚Ich – bin’ spiegelt sich die Gegenwart JHWHs wieder. Hier mit dem Zusatz: JHWH ist gegenwärtig in Jesus. An seinem Leben, Sterben und Auferweckung erschließt sich die Leben erhaltende Kraft Gottes selbst.

Der Glaube an die Auferweckung aller macht nur Sinn vom Glauben der Gemeinde her, dass Gott Jesus aus dem Tod auf immer erweckt hat. Nicht als eine Wiederbelebung auf Zeit hin, sondern als das unendliche Leben.

 

In dem folgenden erläuternden Satz sagt Jesus: Wer an mich glaubt ... wird (wie Jesus selbst) das unendliche Leben Gottes haben. Wir können einem solchen Leben nur vertrauen, wenn wir den Ereignissen an und mit Jesu Auferweckung glauben. Der Tod als Bestimmung und Realität allen irdischen Lebens wird im Evangelium nicht geleugnet. Es wird ein Leben verheißen, trotz des Todes und über den Tod hinaus. Das können wir nur ‚glauben’. Das Vertrauen in diesen Glauben bindet das Johannesevangelium an das Vertrauen, dass Jesus vom Tod erweckt worden ist. Daher die klare Aussage Jesu: „Ich bin die Auferstehung und das Leben.“ Noch ehe das Zeichen der Auferweckung des Lazarus erzählt wird, gibt Martha mit ihrer Antwort das entscheidende Bekenntnis: Ich glaube, Jesus, dass du der Messias bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll. Sie bezeugt die enge Bindung des Glaubens an die Auferstehung mit der Auferweckung der Person Jesu.

 

Die Dramaturgie der Erzählung verbindet nun Jesus mit Maria, der zweiten Schwester des Toten. Sie – zusammen mit denen, die sie trösten – kommt zu Jesus, fällt vor ihm auf die Knie – das Zeichen der besonderen Verehrung. Es gibt kein Gespräch Jesu mit Maria. Maria und die Mitgekommenen sind nun Zeuginnen der Macht des Todes. Sie sind Trauernde und weinen. Auch Jesus wird weinen um den Toten – weil er ihn lieb hatte, wird erläutert. Es tut so wohl, dass das Evangelium keine Seligkeit des Auferweckungsglaubens beschreibt und damit über die tatsächliche Macht des Todes und der Trauer hinwegwalzt. Tod und Trauer sind Wirklichkeiten, die ihre ungeschminkte Brutalität entfalten können. Auch, wenn wir an die Auferweckung der Toten glauben.

 

Jesus ergrimmt ob der Tränen der Anwesenden. Er ist nicht wütend wegen eines mangelnden Glaubens der Umstehenden. Jesus weint ja selbst. Er ist erzürnt über die Macht des Todes, die dem Menschen so zusetzt. Nachdem diese Wirklichkeit nicht fromm übersprungen oder getüncht wird, kann dann das Zeichen erfolgen, die Auferweckung des Lazarus. Das Johannesevangelium bezeugt: Jesus ist ‚die Auferstehung und das Leben’ – und damit gibt er den Glaubenden die Gewissheit, dass der massive irdische Tod nicht das letzte Wort über unser Leben ist. Eine Herausforderung und ein Geschenk des Glaubens!

 

Dass das mit dem Glauben eben beide Seiten hat, wird an den Reaktionen der Schwestern und Umstehender ablesbar: Die Schwestern sagen: ‚Wenn du hier gewesen wärest, wäre unser Bruder nicht gestorben.’ Sie sagen es nicht als Vorwurf. Vertrauensbekundungen schließen sich an. (21/32). Anders einige Umstehende, die vorwurfsvoll sagen, er hätte doch mit seiner Macht helfen können – wie bei dem Blinden (Kap 9). Also scheint seine Macht gegen den Tod aussichtslos; also kann er nicht die Kraft des unendlichen Lebens darstellen. Durchaus nachvollziehbare Reaktionen, die uns nicht fremd sein werden.

 

Wieder ergrimmt Jesus , denn nirgends ist die Macht des Todes so offensichtlich wie vor meinem Grab. 4 Tage Tod – der Sieg der schon riechenden Verwesung (39). Der Hinweis Marthas wird teils als Resignation gedeutet, kann aber auch verstanden werden als: Das Zeichen der Erweckung ist nicht nötig. Entscheidend ist der Glaube an das unendliche Leben, das Gott gibt – trotz der Offensichtlichkeit des Todes. Eine dramatische Zuspitzung zur Entscheidung, dass all das nur aus glaubendem Vertrauen anzunehmen ist. Daher folgt die Mahnung Jesu: „Wenn du vertraust, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen!“(40)

 

Wieder kommt die Person Jesu in den Blick: Das Evangelium hat bereits in 1,14 gezeugt, in Jesus ‚seine Herrlichkeit’ gesehen zu haben. Zu Beginn der Geschichte wurde in V 4 bereits darauf verwiesen. Das Kreuz Jesu und die Auferweckung (Johannes sieht das in einem) werden als die Verherrlichung benannt – Zeugnisse der Herrlichkeit Gottes in der Strahlkraft wider die nicht klein zu redende Macht des Todes.

 

Vor diesem Zeichen steht die Bekundung der Einheit Jesu mit dem Vater im Himmel. Das Gebet um Erhörung, damit die Menschen zum Glauben kommen, steht vor dem Zeichen der Erweckung des Lazarus. Es dient, dass die Menschen glauben, dass Jesus tatsächlich der Sohn Gottes, der Gesalbte ist. Die hörende Gemeinde des Johannes hört das alles schon aus dem Wissen um die Auferweckung Jesu. Er hat den Zugang zum Leben erfahren. Er wird denen, die dem Leben trauen, dieses Leben schenken.

 

Lazarus tritt heraus. Eigentlich bewegungsunfähig eingehüllt in Tücher. Wir sind versucht, dies als eine individuelle Erweckungsgeschichte zu sehen. Dann fragen wir gleich: Irgendwann ist er doch ‚gestorben’. Aber die Erzählung hat diese Frage nicht. Lazarus ist ein Zeichen für das, was allen gegeben wird, die an Gott als Leben glauben. Gott wird uns aus dem Tod ins unendliche Leben rufen. Gewissheit zu diesem Vertrauen ist Jesus – mit seinem Leben, seinem Tod, seiner Auferweckung. Eine tiefe Geschichte des Glaubens – manchmal uns trostvolle Gewissheit, manchmal nur ahnensweite Sprachlosigkeit.

 

 

Ihr Matthias Schnegg