Köln, am

heutiger Tag

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Erlittenes Unrecht verzeihen

Gott macht Urlaub!?

"Spes nostra Firma"

Gebet vor
dem Gipfel

"Unter jedem Dach wohnt ein Ach!"

Diese Gravitationswellen hauen mich um

Ja, mir san mit'm
Radl da

Happy Birthday Kirche!

Shakehands

Happy wife -
happy life?

Ich geh nicht geht gar nicht!

Meine Leitkultur

"Wir sollten uns mehr an Jesus Christus orientieren"

Unser täglich Brot ...

Christliche Obergrenzen

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40 Tage lang

Hoffnungsträger

"Wer bei Euch groß sein will, der soll der Diener aller sein!"

Kleine Sünden ...

Nennt das Mittelmeer besser Totes Meer!

Tote begraben


Flüchtlinge

MOAS bittet um IHRE SPENDE:

MOAS besteht aus internationalen Helfern, Sicherheitsexperten, Medizinern und erfahrenen Seeleuten, die sich zusammen getan haben um zu helfen weitere Katastrophen auf See zu vermeiden. Sie haben Mitgefühl für die Notlage derjenigen, die trotz der Gefahren ein gewaltfreies, besseres Leben suchen.   

Aus dem Erzbistum Köln

Aktion Neue Nachbarn - Für eine Willkommenskultur im Erzbistum Köln

Für die verfolgten Christen

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Der HERR
segne dich und behüte dich.

 

Der HERR
lasse sein Angesicht leuchten  über dir und sei dir gnädig.

 

Der HERR
hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Numeri 6,24-26

Gebet der Vereinten Nationen

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

vom 05.06.2011, dem 7. Sonntag der Osterzeit 2011

Der Adler des JOHANNES
Der Adler des JOHANNES

Vater, verherrliche deinen Sohn!


+ Aus dem heiligen Evangelium

nach Johannes

 

In jener Zeit erhob Jesus seine Augen zum Himmel und sprach: Vater, die Stunde ist da. Verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrlicht. Denn du hast ihm Macht über alle Menschen gegeben, damit er allen, die du ihm gegeben hast, ewiges Leben schenkt. Das ist das ewige Leben: dich, den einzigen wahren Gott, zu erkennen und Jesus Christus, den du gesandt hast. Ich habe dich auf der Erde verherrlicht und das Werk zu Ende geführt, das du mir aufgetragen hast. Vater, verherrliche du mich jetzt bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, bevor die Welt war. Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie gehörten dir, und du hast sie mir gegeben, und sie haben an deinem Wort festgehalten.  Sie haben jetzt erkannt, dass alles, was du mir gegeben hast, von dir ist. Denn die Worte, die du mir gegeben hast, gab ich ihnen, und sie haben sie angenommen. Sie haben wirklich erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin, und sie sind zu dem Glauben gekommen, dass du mich gesandt hast. Für sie bitte ich; nicht für die Welt bitte ich, sondern für alle, die du mir gegeben hast; denn sie gehören dir. Alles, was mein ist, ist dein, und was dein ist, ist mein; in ihnen bin ich verherrlicht. Ich bin nicht mehr in der Welt, aber sie sind in der Welt, und ich gehe zu dir.

      Joh 17,1-11a

 

DAS SONNTAGBLATT VOM 05.06.2011
05.06.2011-7-sonntag-osterzeit-2011.pdf
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Übergang

(zu Johannes 17,1-11)

Pfarrer Matthias Schnegg
Pfarrer Matthias Schnegg

Nach den beiden Abschiedsreden (Kap 13 u. 14 und Kap 15 u.16) komponiert das Johannesevangelium eine Situation ‚dazwischen’. Der Abschied von seinen Schülern ist in Szene gesetzt worden. Nach dem 17. Kapitel beginnt die Passionsgeschichte – der Weg der Verherrlichung Jesu und der Verherrlichung Gottes. Stilistisch hebt das Johannesevangelium diesen Übergang von den Abschiedsreden ab: Waren die Abschiedsreden wie ein Testament, ein Vermächtnis an seine Gemeinde, so ist der Übergang gestaltet in Form eines Gebetes. Der besondere, untrennbare Bezug Jesu zu Gott, den er seinen Vater nennt, wird dadurch unterstrichen.

 

Wieder finden wir die Situation vor, dass erzählerisch die Passion und Auferstehung noch ansteht, während die lesende und hörende Gemeinde das Ende, die Auferweckung längst kennt. Das Gebet Jesu erscheint (wie bei Johannes immer wieder) als Selbstoffenbarung Jesu als des Sohnes, des Messias Gottes. Für die hörende Gemeinde wird dieses Gebet zu einer Bestärkung ihres Glaubens. Sie glaubt und bekennt, dass Jesus Gott als den einzigen und einzig handelnden Gott der Welt ‚verherrlicht’, bezeugt. Sie glaubt und bekennt, dass Gott mit seinem Jesus durch den Tod und zum unendlichen Leben ginge und damit den ‚Sohn’ verherrlicht hat.

 

Nun bekundet das Evangelium, dass ‚die Stunde’ gekommen sei. Immer wieder ist das Motiv der ‚Stunde’ im Evangelium angesprochen worden. Jetzt vollendet sie sich. Es ist die Stunde der Hingabe in den Tod. Die Stunde, in der das Wirken Jesu durch die Auferweckung aus dem Tod zum Zeichen der Herrlichkeit und der Lebensmacht Gottes wird.

 

Passion und Verherrlichung gehören eng zusammen. Die Bitte Jesu, der Vater möge den Sohn verherrlichen (1) bekräftigt, dass Gott mir seinem Gesalbten auch durch den Tod geht. Dass er seinen Messias nicht im Tod lassen wird (nicht gelassen hat), das dient der Verherrlichung des Sohnes – und zugleich des Vaters. Denn Gott dadurch verherrlicht, dass er das Leben ist. Die Verherrlichung hat etwas mit der Sendung Jesu zu tun: Er hat die Macht über alles ‚Fleisch’, über alles Leben, das aus sich vergänglich ist. Gott hat ihm diese Macht gegeben,– damit Menschen (in der Gewissheit ihrer Vergänglichkeit) am Leben, Sterben, Auferstehen Jesu das ewige, unbegrenzte Leben Gottes erfahren.

 

Der Vers 3 bekräftigt, was das ewige Leben ist: Die An – Erkenntnis Gottes als Ursprung des Lebens. Diese Erkenntnis Gottes war Israel als dem Volk Gottes von jeher geschenkt. Das Leben Jesu öffnet diese Erkenntnis Gottes allen – den Menschen aus allen Völkern, zu denen alle Nichtjuden – auch wir Christen heute – zählen.

 

Mit den Versen 4 und 5 öffnet der betende Jesus eine Deutung auf sein Wirken in der Welt. Er hat nicht aus sich und um seiner selbst willen gehandelt. In allem, was er sprach und tat, scheint Gottes Lebensmacht auf. Höhepunkt dieses Wirkens, die logische Schlussfolgerung ist das Leiden und Sterben Jesu. In diesem menschlichen Scheitern wird in Jesus das Mitgehen Gottes bezeugt. Gottes Wirken entfaltet sich dann in der Verherrlichung des Sohnes, in seiner Auferweckung aus dem Tod. Das Johannesevangelium hat in seinem Prolog schon auf diese Verknüpfung des Wesens Gottes im Wirken des Jesus von Nazareth dargestellt: Jesus ist der Offenbarer Gottes. Gott kommt in Jesus zum Zuge und zur unbezweifelbaren Geltung. Das bekennt das Johannesevangelium immer wieder. Dann ist auch klar, dass mit dem Tod Jesu nicht die Verlassenheit obsiegt. Der Gott der Erzeltern des Volkes Israel ist der Gott Jesu. Dieser Gott kommt in Jesus unverfälscht zur Geltung. Das sieht die glaubende Gemeinde darin bestätigt, dass Gott seinen Messias nicht im Tod lässt.

 

Im Vers 6 wird dieses Thema entfaltet: Der Gott des Johannesevangeliums ist der Gott Israels. Jesus hat diesen Gott verkündet und zur Geltung gebracht. Die Gemeinde sind die, für die Jesus in diesem Teil seines Gebetes bittet. Es sind die, die das Wort Gottes (sowohl Gott wie den Messias Jesus) angenommen haben. Den Namen kundgemacht hat Jesus, indem er die Wirklichkeit Gottes lebte: ‚Jetzt haben sie erkannt, dass alles, was du mir gabst, von dir ist.’(7) An verschiedenen Stellen des Evangeliums wird darauf hingewiesen, dass ‚die Welt’ erkennen möge, dass Jesus das Aufleuchten der Gegenwart Gottes ist (z.B. vor der Erweckung des Lazarus).

 

Ziel des Wirkens Jesu, so weiter im Gebet, ist dieses Erkennen des Wirkens Gottes in Jesus. An dieser Stelle des Gebetes wird ‚die Welt’ bewusst herausgenommen. Die Bitte gilt denen, die Bedrängnis und Verleugnung und Hass ‚der Welt’ um ihres Glaubens willen auf sich nehmen. (Dies ist ein Akzent, der aus der konkreten, angefeindeten Situation der johanneischen Gemeinde zu verstehen ist.) Wir haben schon in der Szene des zweifelnden Thomas das gewichtige Thema gehört: Wie sollen wir als Glaubende die Ohnmacht des Kreuzes (Wundmale) und die unendliche Lebensfülle des Auferstandenen ineins bringen? Die Antwort der Thomasszene besagt: Gerade der im Kreuz Geendete bezeugt die Lebensmacht Gottes, weil dieser Gott ihn aus dem Tod in das unendliche Leben gerufen hat.

 

Den Namen, den Jesus in seinem Leben kund getan hat, kommt in den Zusammenhang des Leidens und Sterbens. ‚Der Name’ ist eine Ausdrucksweise der jüdischen Tradition. Die Aussprache des Namens Gottes verbietet sich da. ‚Name’ beschreibt das Wesen einer Person. In Ex 3 offenbart Gott seinen Namen als ‚Ich bin der Daseinede’. Das Johannesevangelium zeigt diesen Gott Israels als den, der seinen Namen auch im Leiden und Sterben Jesu kund tut: Er ist der Daseiende in diesem Leiden und Sterben. Er ist der Daseiende im Geschenk des Lebens.

 

Das kann nur aufnehmen, wer sich auf Jesus und seine Offenbarung einlässt. In unserem Gebet sind es die Menschen, die Gott Jesus aus der Welt gegeben hat (6). Es ist die Gemeinde, die die Bedrängnis kennt. Es ist die Gemeinde, die über das Leben und Sterben Jesu die ganz konkrete Erfahrung des Daseienden, des mitgehenden Gottes macht.

 

... Wieder große Worte, die eine Ehrfurcht hervorrufen – vielleicht an Dichte und Kraft vergleichbar dem Prolog des Evangeliums. Dieses Gebet auf der Schwelle zwischen dem Zeugnis des Wirkens Jesu und der Verherrlichung Gottes und seines Messias Jesus diente und dient der Vergewisserung des Glaubens. Wer ist Jesus? Wie verstehen wir sein Wirken? Wie gibt Gott sich zu erkennen? Wie sind wir mit diesem Gott verbunden? Jesus zeigt keinen neuen Gott. Es ist der Gott der Erzeltern, es ist der Gott des auserwählten Volkes Israel.

 

Die christliche Gemeinde hat kein neues Kapitel der Heilsgeschichte geschrieben, schickt das auserwählte Volk (wohl möglich noch mit Hohn und Verachtung) in das Aus der Geschichte. Das Johannesevangelium bekennt Jesus als den, der die Gegenwart Gottes in der Folge der Geschichte Gottes mit seinem Volk offenbart. Mehr noch: Jesus schenkt die Einladung an alle Völker, jenseits der Juden, diesem Leben Gottes zu trauen.

 

Das Gebet im Übergang ist ein Glaubensbekenntnis, das das historische Wirken Jesu als Geschenk der unzerstörbaren Gottesgegenwart eröffnet. Alle, die sich auf diese einzig geartete Verbindung zwischen Gott und Jesus einlassen, wird viel Leben zugesprochen.

 

Manchmal bleiben diese großen Gedanken der Sprache des Johannesevangeliums zu groß, zu erhaben. Es ist ja immer wieder gut zu wissen, dass die Kraft dieser Worte nicht von unserem Einverständnis oder unserem Verstehen abhängig sind. Es sind Worte, die den Glauben voraussetzen. In der Sprache des Gebetes heißt das, Gott und seinen Messias Jesus zu erkennen, sein Wort zu halten. Zu glauben.

 

Wir dürfen das Evangelium immer wieder lesen. Dazu hat Johannes es aufgeschrieben ... damit wir zum Glauben kommen und dass wir daraus Leben haben. Wir lernen das zu ‚erkennen’, wenn wir an seinem Wort festhalten und ihn lieben, indem wir seine Gebote halten – wie am vergangenen Sonntag schon eindrücklich zugesprochen.

 

Ihr Matthias Schnegg